ENGLISCHE BULLDOGGE    

 

     
ALLGEMEINE ERSCHEINUNG:

Kurzhaarig, untersetzt, eher tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt.
Massiver Kopf, im Verhältnis zum Körper ziemlich groß. Kein Merkmal darf derart dominieren, dass die Ausgewogenheit insgesamt gestört ist, oder der Hund verformt oder in seiner Bewegungsfreiheit beeinträchtigt erscheint. Gesicht kurz, Fang breit, stumpf und nach oben gerichtet. Körper kurz, gut zusammengefügt, Gliedmaßen stämmig, gut bemuskelt und von starker Kondition. Hinterhand hoch und kräftig, aber im Vergleich zur schweren Vorhand etwas leichter. Hündinnen nicht so großrahmig und stark entwickelt wie Rüden.


CHARAKTERISTIKA:
Vermittelt den Eindruck von Entschlossenheit, Kraft und Aktivität.


WESEN:
Aufmerksam, kühn, loyal, zuverlässig, mutig, grimmiges Aussehen, aber liebenswürdig im Wesen.


KOPF UND SCHÄDEL:
Kopfumfang groß, sollte (vor den Ohren gemessen) ungefähr der Schulterhöhe des Hundes entsprechen. Von vorne gesehen erscheint der Kopf vom Kinn bis zum Scheitel sehr hoch, auch sehr breit und kantig. Sich neben den Augen ausdehnende, gut gerundete Backen. Von der Seite gesehen erscheint der Kopf vom Hinterkopf bis zur Nasenspitze sehr hoch und kurz. Stirnpartie flach, lose Hautfalten auf und um den Kopf, die aber weder zu stark ausgebildet sind noch das Gesicht überlappen dürfen. Stirnknochen ausgeprägt, breit, quadratisch und hoch; tiefe und breite Einbuchtung zwischen den Augen. Vom Stop verläuft bis zur Mitte des Scheitels eine breite und tiefe Stirnfurche, die bis zum Hinterhauptbein fühlbar ist. Gesicht vom vorderen Teil der Backenknochen bis zur Nasenspitze kurz, mit Hautfalten. Fang kurz, breit, aufwärts gebogen und vom Augenwinkel bis zum Lefzenwinkel sehr tief.
Nase und Nasenlöcher groß, breit und schwarz, keinesfalls leberfarben, rot oder braun. Nasenspitze in Richtung der Augen zurückgesetzt. Abstand vom inneren Augenwinkel (oder von der Mitte des Stops) bis zur Nasenspitze nicht länger als jener von der Nasenspitze zum Rand der Unterlippe. Nasenlöcher groß und weit geöffnet mit einer deutlichen, senkrechten, geraden Linie dazwischen. Lefzen dick, breit, hängend, und sehr tief, den Unterkiefer seitlich vollständig überlappend, aber nicht vorne; dort müssen sie bis zur Unterlippe reichen und vollständig die Zahnreihe bedecken. Kiefer breit, massiv und kantig. Unterkiefer vorne beträchtlich länger als der Oberkiefer und aufgebogen.
Von vorne gesehen müssen die verschiedenen Partien des Gesichtes beidseits einer gedachten Mittellinie gleichmäßig ausgewogen erscheinen.


AUGEN:
Von vorne gesehen tief unten im Schädel eingesetzt, gut entfernt von den Ohren. Augen und Stop in einer geraden Linie, in rechten Winkeln zur Stirnfurche. Weit auseinander eingesetzt, jedoch die äußeren Augenwinkel noch innerhalb der Backenaußenlinie liegend. Ihre Form rund, mäßig groß, weder eingesunken noch hervorstehend Augenfarbe sehr dunkel - nahezu schwarz. Sie dürfen kein Weiß zeigen, wenn der Hund geradeaus schaut.


OHREN:
Hoch angesetzt, so dass der Vorderrand von beiden Ohren, von vorne gesehen, die Fortsetzung der Außenlinie des Oberkopfes, an seinem höchsten Punkt, bildet. Sie sollten möglichst weit auseinander, möglichst hoch über den Augen und möglichst weit von diesen entfernt sein. Klein und dünn. "Rosenohren" sind korrekt, d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, der obere oder vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.


GEBISS:
Kiefer breit und kantig, die sechs kleinen Schneidezähne in gerader Linie zwischen den Fangzähnen, welche weit auseinander stehen. Zähne groß und kräftig, bei geschlossenem Fang nicht sichtbar. Von vorne gesehen, steht der Unterkiefer direkt und parallel unter dem Oberkiefer.


HALS:
Von mäßiger Länge (eher kurz als lang), sehr dick, tief und kräftig. Gut gewölbte Nackenlinie, mit viel losen, dicken Hautspalten im Bereich der Kehle, beidseitig vom Unterkiefer bis zur Brust eine Wamme bildend.
VORDERHAND:
Schultern breit, schräg liegend und tief, sehr kraftvoll und muskulös, geben den Anschein, als wären sie seitlich des Körpers befestigt. Brustkorb geräumig, rund und sehr tief vom oberen Schulterrand bis zum untersten Punkt des Brustbeines. Gut zwischen die Vorderläufe heruntergelassen.
Brustkorb groß im Durchmesser, hinter den Vorderläufen rund (nicht flachrippig sondern gut gerundete Rippen).
Vorderläufe sehr stämmig und stark, gut entwickelt, weit auseinander stehend, dick, muskulös und gerade.
Die äußere Linie erscheint eher gewölbt, aber die Knochen sind stark und gerade, nicht krumm oder gebogen; im Verhältnis zu den Hinterläufen kurz, aber nicht so kurz, dass dadurch der Rücken lang erscheint oder die Aktivität des Hundes darunter leidet und er verkrüppelt wirkt. Ellbogen tief angesetzt, deutlich vom Rippenkorb abstehend. Vordermittelfuß kurz, gerade und kräftig.


RUMPF:
Brustkorb breit, seitliche gerundet, ausgeprägt und tief. Rücken kurz, kräftig, im Schulterbereich breit, in der Lendenpartie vergleichsweise schmäler. Unmittelbar hinter den Schultern ist der Rücken geringfügig eingesenkt (tiefste Stelle), von da an steigt die Wirbelsäule bis zu den Lenden an (wobei der oberste Punkt der Lendenpartie höher liegt als die Schulter), danach fällt die Oberlinie - einen Bogen bildend - zur Rute hin steiler ab (genannt "roach-back"), ein für diese Rasse charakteristisches Merkmal. Körper bis weit nach hinten gut aufgerippt, Bauch aufgezogen und nicht hängend.


HINTERHAND:
Hinterläufe starkknochig und muskulös, vergleichsweise länger als die Vorderläufe, wodurch die Lendenpartie erhöht wird. Sprunggelenke leicht gewinkelt, tiefstehend. Läufe lang und muskulös von der Lende bis zum Sprunggelenk, den Hintermittelfuß kurz, gerade und stark. Kniegelenke rund und leicht auswärts gedreht, wodurch sich die Sprunggelenke einander nähern und die Pfoten auswärts gestellt werden.


PFOTEN:
Vorderpfoten gerade und ganz wenig auswärts gestellt, von mittlerer Größe und mäßig rund.
Hinterpfoten rund und kompakt, Zehen kompakt und dick, gut voneinander getrennt, gut aufgeknöchelt.


RUTE:
Tief angesetzt, an der Wurzel ziemlich gerade heraustretend und dann nach unten gebogen. Rund, glatthaarig und ohne Fransen oder grobe Behaarung. Mäßig lang - eher kurz als lang - dick am Ansatz, sich generell zu einer feinen Spitze verjüngend. Abwärts gerichtet getragen (ohne aufwärts gebogenes Rutenende) und nie über die Rückenlinie. GANGART/BEWEGUNG: Vornehmlich schwer, gebunden, scheint mit kurzen, schnellen Schritten auf den Zehenspitzen zu gehen; hebt die Hinterläufe nicht hoch vom Boden, was aussieht, als ob sie über den Boden gleiten würden; beim Laufen werden die Schultern abwechselnd etwas vorgeschoben.


HAARKLEID:
Von feiner Struktur, kurz, dicht und glatt, (hart nur infolge Kürze und Dichte, jedoch niemals borstig.)

FARBEN:
Das Fell soll kurz, fein und glatt anliegend sein. Jede Farbe ist erlaubt und keine soll der anderen vorgezogen werden.


GEWICHT:
Rüden 25 - 35 kg  Hündinnen 20 - 27 kg


FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum grad der Abweichung stehen sollte.


ANMERKUNG:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

 

Zuchtordnung für die Englische Bulldogge

 

Bis zur Klärung wie KW vererbt werden, werden aus Zuchthygienischen Gründen folgende vorgaben gemacht

1.Grad                           ( Kein Keilwirbel)  -zur Zucht zugelassen


2.Grad                            ( es liegen 1-3 keilwirbel vor) -zur Zucht zugelassen
                     
3. Grad                           ( es liegen 4-6 Keilwirbel vor)  keine Zuchtzulassung


4.Grad                            -keine Zuchtzulassung

5.Grad                            -keine Zuchtzulassung

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2.Patella Unteruchung
Die  Untersuchungen auf Patellaluxation muss von einem Tierarzt  des  Bundesverbandes der Praktizierenden Tierärzte durchgeführt werden.

Mindestalter 12 Monat

Kein Hinweis auf Patellalux.    -zur Zucht zugelassen


1.Grad                                      -zur Zucht zugelassen

                                                   aber nur mit einem PL-freien Zuchtpartner

                                            

 2.Grad und höher                    -keine Zuchtzulassung

Die Patellauntersuchung darf nicht während der Läufigkeit,Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit vorgenommen werden.

 

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Weitere Untersuchungen sind erwünscht und  können auf freiwilliger Basis vom Züchter durchgeführt werden:

 


- Herzultraschalluntersuchung
Mittels Doppler

- HD Untersuchung
Die HD Untersuchung muss/darf nur unter Narkose durchgeführt werden.Ist der Hund zu diesen Zweck in Narkose ist gleich das Gaumensegel nachzuschauen,das Ergebniss des HD röntgen ist durch eine Tierarzt zu betätigen und durch einen unabhängigen HD Gutachter  auszuwerten.


- ED/OCD 
Empfohlen und durch einen HD Gutachter auszuwerten.
  
Die gleichen Voraussetzungen wie für das KW-Gutachten sind auf die Gutachten für  ED,OCD und HD Gutachten zu übertragen.

Die HD Untersuchung darf nicht während der Läufigkeit,Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit vorgenommen werden.


-  Augenuntersuchung
Entropium,Ektropium,Katarakt und Distichiasis

 

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Eine Zucht darf nur mit gesunden und wesensfesten Elterntieren erfolgen.
Als reinrassig gilt ein Hund, dessen Ahnentafel pro Elternseite mindestens 3 vollständige Generationen aufweist.
Hunde, die zur Zucht verwendet werden, müssen im Einzelnen folgende gesundheitliche Erfordernisse erfüllen:

 

 

Zuchtvorraussetzung:

Grundvorraussetzung für die Haltung und Züchtung von Hunden muss sein: die Gewährleistung einer trockenen, sauberen, ausreichend hellen und gut belüfteten Unterkunft der Tiere. Ständig zugängliches Frischwasser und hochwertiges Futter sind genauso wie täglicher Auslauf und die Zuwendung  durch den Züchter oberstes Gebot.

 

Bei Inzucht und Inzestzucht muss vor der Verpaarung die schriftliche Genehmigung durch den Zuchtwart und dem Vorstand des I.B.V. eingeholt werden. Wenn eine Genehmigung erteilt wurde, so hat der Hauptzuchtwar oder ein von ihm beauftragter Zuchtwart den Wurf und dessen Entwicklung zu überwachen und zu dokumentieren. Solche Verpaarungen müssen begründet sein. Der Hauptzuchtwart gehört dem Vorstand an. Er ist den Zuchtwarten übergeordnet und entscheidet in der letzten Instanz. Ihm obliegt die Durchführung der Bestimmungen des I.B.V.

 

In das Zuchtbuch werden nur vom Zuchtwart abgenommene Welpen eingetragen. Beide Elterntiere sollten über eine Ahnentafel verfügen und zur Zucht zugelassen sein.

 

Die Welpen kontrolliert der zuständige Zuchtwart. Dabei wird die entsprechende Beurteilung in die Wurfmeldung eingetragen und dem Zuchtbuchamt gemeldet. Die Zahl die im Wurf belassenen Welpen ist unbegrenzt. Um kräftige, gesunde und ausreichend mit Abwehrstoffen versorgte Welpen zu erhalten, ist das Stillen durch das Muttertier vorgeschrieben. Bei entsprechender hoher Welpenzahl ist eine Beifütterung; wenn nötig sogar eine Ammenaufzucht vorzunehmen. Um den Qualitätsstandard des Vereins zu sichern und rassetypische, vor allem aber möglichst gesunde Welpen zu züchten, darf nur mit zuchttauglichen Rüden gedeckt werden.

 

Die I.B.V. angehörigen Rüden und Hündinnen dürfen erst nach der Auswertung zur Zucht eingesetzt werden. Die Auswertungen ( Untersuchungen je nach Rasse, ZTP) müssen durch einen anerkannten Tierarzt oder dafür befähigten Gutachter erfolgen ( ZTP durch einem Formwertrichter). 

 

Um eine Ausbeutung der Muttertiere vorzubeugen, muss nach zwei Belegungen mindestens eine Hitze ausgesetzt werden. Das Ende der Zuchttauglichkeit einer Hündin liegt im Alter von 8 Jahren. Ausnahmen werden durch den Rat des Zuchtwartes und des Haustierarztes entschieden. Die Welpen sollten nicht vor der 8. Lebenswoche abgegeben werden. Bei Übergabe der Welpen müssen sie mehrfach entwurt und geimpft sein. Damit wird sichergestellt, das der Züchter alles Mögliche zur Gesundheit der Welpen veranlasst.Zur Kennzeichnung der Welpen werden sie durch den Tierarzt ( bei der Impfung) oder durch den Zuchtwart mit einem Mikro - Chip versehen. Diese Chip-Nummern werden jeweils in der Zuchtbuchstelle auf den jeweiligen Hund registriert. Der Zwingername der Zuchtstätte wird während der gesamten Vereinszugehörigkeit geschützt und darf von niemand anderen benutzt werden.

 

 Gebiss
P1 und die M3 sollten vorhanden sein,ist aber kein Zuchtausschluss.Wünschenswert ist ein gleichmäßiges und gerades Gebiss.Eine Gebisskarte ist vom Tierarzt/Zuchtwart auszufüllen.


Weitere Zuchtvoraussetzungen

Das Mindestbelegalter für Zuchthündinnen beträgt 15 Monate.  
Das Mindestalter für Deckrüden beträgt 12 MonateHündinnen dürfen nach Vollendung des 7. Lebensjahres und Rüden nach Vollendung des 8. Lebensjahres nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden.Max.5 Würfe sind für eine Hündin zugelassen, ein 6.Wurf ist, zur Schonung alter Hündinnen, nur nach Genehmigung durch den Hauptzuchtwart zugelassen.


 Zuchtzulassungsprüfung

-Das Mindestalter für die Zulassung zur Zuchtzulassungsprüfung beträgt 12 Monate.

-Bei der Zuchtzulassungsprüfung werden die Untersuchungsergebnisse, der Standard und das  Wesen des Hundes beurteilt.

-Das Original des auszufüllenden  Beurteilungsbogens verbleibt beim Hundebesitzer. Eine Kopie erhält der I.B.V.

- Zuchtzulassungsprüfungsvoraussetzung ( ZTP-Voraussetzungen)

-Einhaltung der Mindestaltervorgaben


 Entzug der Zuchtzulassung

Bei nachweisbar später auftretender Erbkrankheiten und/oder wer nachweisbar falschen Angaben über den Gesundheitszustand des Hundes oder vorsätzlich falsche Angaben darüber in wessen Eigentum sich der Hund befindet macht, kann der Hauptzuchtwart des I.B.V.  einem zur Zucht zugelassenem Hund nachträglich die Zuchtzulassung entziehen. Es erfolgt eine Meldung an das Zuchtbuchamt   hierüber.
 
Typisierung
Jegliche Über- und Untertreibung im Typ ist nicht erlaubt.

Inzucht und Inzestverpaarungen

Sind nur nach Eingabe und Genehmigung durch den Hauptzuchtwart des I.B.V. erlaubt
Wiederholungsverpaarungen
Sind bei Welpen eines Wurfes gesundheitliche, seelische oder körperliche Mängel aufgetreten, kann der Hauptzuchtwart der I.B.V.  eine Wiederholungsverpaarung untersagen.

Ammenaufzucht von Welpen


Hat ein Wurf eine Wurfstärke ab 6 Welpen, kann eine Amme zur Welpenaufzucht hinzugezogen werden. Die Amme muss kräftig und gesund sein. Der Amme dürfen höchstens insgesamt 6 Welpen, einschließlich der eigenen, unterlegt werden.Der Ammenbesitzer hat die Anzahl der angelegten Welpen zu bestätigen und dafür Sorge zu tragen, dass die angelegten Welpen, von denen seiner eigenen Hündin zu unterscheiden sind. Die Abnahme eine solchen Wurfes erfolgt im Haushalt der Züchters und nicht in dem des Ammenbesitzers.

 Erfordernisse an den Züchter

Der Züchter muss über ausreichendes Fachwissen verfügen Die Zuchtordnung und das Tierschutzgesetz müssen ihm in der jeweils gültigen Fassung bekannt sein.Die überwiegende Haltung von Hunden in einem Zwinger oder änlichem ist nicht gestattet.
Es sollte ein gesondertes Wurf-Welpenzimmer vorhanden sein Ist dies nicht vorhanden muss dies durch eine gesonderte Abtrennung so zu erreichen sein, dass ausreichend Rückzugsmöglichkeit für die Zuchthündin besteht.


 Zulassung des Zwingers
Der Zwingername bildet den Zunamen des Hundes.
Bei Beantragung des Zwingernamens an den I.B.V.  sind drei gewünschte Namen, wobei eine Reihenfolge bei der Bevorzugung angegeben werden muss, anzugeben.Der zu schützende Name muss sich von bereits geschützten Namen unterscheiden.
Eine Genehmigung und der Schutz des Zwingernamens erfolgt durch den I.B.V. 
 Bei jeder Wurfbesichtigung und Wurfabnahme hat der Zuchtwart das Recht, alle Räumlichkeiten, in denen Hunde untergebracht sind, zu besichtigen. Diesen Zugang hat der Züchter auch bei Verdacht wegen Verstößen gegen die Zuchtordnung, hinsichtlich der Zwinger-und Zuchtvoraussetzungen, zu gewähren.
 Die Zulassung des Zwingers kann jederzeit aufgehoben werden, wenn sich die Umstände der Haltung im Rahmen dieser Zuchtordnung verschlechtert haben.
 Mit Beendigung der Mitgliedschaft im I.B.V.  erlischt auch der Zwingerschutz.

 Rüdenbesitzer

Der Eigentümer des Deckrüden hat sich vor einer Deckabsicht davon zu überzeugen, dass sein Rüde und die zu belegende Hündin die Zuchtvoraussetzungen des I.B.V.  erfüllen.Wählt der Rüdeneigentümer einen vereinsfremde oder einen sich im Ausland befindlichen Hündinn aus, hat sich der Züchter vom Vorliegen einer gültigen ZTP zu überzeugen.Die Hündinn sollte die gleichen  Zuchtvoraussetzungen wie der I.B.V.   haben.
Der Halter eines Deckrüden hat ein Deckbuch zu führen, in dem aktuell alle Angaben sämtlicher, auch vereinsfremder, Deckvorgänge festzuhalten sind. 
Die Deckgebühr wird zwischen dem Eigentümer des Deckrüden und der Hündin frei vereinbart.
Auf die Höhe der Gebühr, sowie die Vereinbarung zum Leerbleiben der Hündin, hat der I.B.V.   keinen Einfluss, dies ist allein Sache zwischen Deckrüden-und Hündinnenbesitzer.

 Hündinnenbesitzer

Der Eigentümer der Hündin hat sich vor einer Deckabsicht davon zu überzeugen, dass die Hündin und der Rüde die Zuchtvoraussetzungen des I.B.V.  erfüllen.Wählt der Hündinneneigentümer einen vereinsfremden oder einen sich im Ausland befindlichen Rüden aus, hat sich der Züchter vom Vorliegen einer gültigen ZTP zu überzeugen.Der Rüde sollte die gleichen  Zuchtvoraussetzungen wie der  I.B.V.  haben.

 Meldung eines Wurfes

Alle Würfe sind vollständig, incl. Totgeburten bei dem Hauptzuchtwart  des I.B.V.   innerhalb von 3 Tagen  zu melden,später eintretende Todesfälle sind sofort zu melden. Hat eine Hündin eine Kaiserschnittgeburt ist dies innerhalb von 7 Tagen schriftlich dem Hauptzuchtwart  des I.B.V.   zu melden.


Wurfbesichtigung und Abgabe der Welpen
Die Abnahme des Wurfes erfolgt durch den Zuchtwart im Alter von mind.7 Wochen. Es wird ein Wurfabnahmeprotokoll angefertigt, von dem der Zuchtwart sowie der Züchter eine Abschrift erhält. Das Original verbleibt beim I.B.V. Bei der Wurfabnahme wird überprüft, ob die Welpen gechipt wurden und die Chipnummern übereinstimmen. Außerdem prüft der Zuchtwart die Welpen auf Taubheit. Sollte dies festgestellt oder vermutet werden, so muss der Züchter den/die Welpen auf eigene Kosten bei einem Tierarzt audiometrisch untersuchen zu lassen.Das Ergebniss muss dem I.B.V.  mitgeteilt werden.
Zuchtwarte dürfen bei ihren eigenen Hunden  sowie bei Hunde enger Familienangehöriger keine Wurfabnahme durchführen.
Alle Welpen müssen min. 3-mal entwurmt werden.
Die Welpen dürfen nicht vor der 8. Lebendswoche abgegeben werden.
Dem Welpenkäufer ist ein Hinweisblatt auf die weiter zu erfolgende Entwurmung, ein Kaufvertrag, die Ahnentafel,(nach Erhalt) der Impfpass/EU-Heimtierausweis, eine Kopie des Wurfabnahmeprotokoll und ein Futter-und Pflegeplan zu übergeben.

 Ahnentafel

Die Ahnentafel ist eine Urkunde und somit als solche zu behandeln. Jegliche Fälschung oder Änderung wird strafrechtlich wegen Urkundenfälschung verfolgt. Bei einem Besitzerwechsel ist die Anschrift des neuen Besitzers in der Ahnentafel zu vermerken.
Der Verlust der Ahnentafel ist umgehend gegenüber dem I.B.V.  anzuzeigen.
Die Umschreibung von Ahnentafeln anderer Zuchtbuchämter, sowie ausländischer Ahnentafeln ist erlaubt. Bei deutschen Ahnentafeln sind mindestens 3 Generationen, bei ausländischen Ahnentafeln ebenfalls mindestens 3 Generationen sowie eine amtliche Übersetzung, Voraussetzung für eine Umschreibung. Ausnahmen hiervon bestehen bei Ahnentafeln deutscher Verbände, welche grundsätzlich nur einen Eintrag von 3 Generationen platzmäßig vorsehen.
                                                                                                                                            Verstöße gegen die Zuchtordnung


Falsche, unwahre Angaben auf Deck- und Wurfmeldeschein sowie unvollständige Angaben der Welpenzahl,manipulierte Röntgenaufnahmen, unseriöse Verkaufsmethoden, nicht artgerechte Haltung der Zuchthunde, Tötung von Welpen ohne wichtigen Grund und dergleichen werden durch Verwarnung eine zeitweise/totale Zuchtsperre oder Vereinsausschluss geahndet.
Nach Bekannt werden des Verstoßes wird  innerhalb einer außerordentlichen Sitzung, welche schnellst möglichst einzuberufen ist von der Hauptvorstandschaft entschieden.
Über diese Sitzung ist Protokoll zu führen. Dieses Protokoll ist dem entsprechenden Züchter in Kopie zuzustellen. Hat der Züchter seines Erachtens berechtigte Einsprüche gegen die Entscheidung vorzubringen, hat er dies innerhalb von 14 Tagen nach Zugang des Entscheides der Vorstandschaft schriftlich mit Begründung mitzuteilen. Die Vorstandschaft verpflichtet sich in solchen Fällen  dies nochmals zu besprechen.Die dann getroffene  Entscheidung ist endgültig und nicht mehr anfechtbar.

Die Welpen dürfen  nicht vor der 8. Lebenswoche abgegeben werden. Bei Übergabe der Welpen müssen sie mehrfach entwurmt und geimpft sein. Damit wird sicher gestellt, das der Züchter alles Mögliche zur Gesundheit der Welpen veranlasst.
Zur Kennzeichnung der Welpen werden sie duch den Tierarzt (bei der Impfung) oder durch den Zuchtwart mit einem Micro-Chip versehen.Diese Chip-Nummern werden jeweils  in der Zuchtbuchstelle auf den jeweiligen Hund registriert.
Der Zwingername der Zuchtstätte wird während der gesamten Vereinszugehörigkeit
geschützt und darf von niemand anderen benutzt werden.
IBV Mitgliedern ist es nicht gestattet über andere Vereine Wurfmeldungen bzw. Ahnentafeln zu beantragen

 

 

Geändert am 08.06.2019


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